Berlin - Vor zwei Jahre erregte das Video von Rezo „Die Zerstörung der CDU“ größte Aufmerksamkeit und brachte Unruhe in die Partei. Nun legt der YouTuber nach, wie t-online als erstes berichtete. Sein neues Video „Zerstörung Teil 1: Inkompetenz“ soll sich gegen besonders inkompetente Politiker richten. „Es geht um Respektlosigkeiten und klare Unwahrheiten der Bevölkerung gegenüber“, sagt Rezo zu Beginn des Videos. Und weiter: „In diesem Video kommen nicht alle Parteien gleichmäßig vor, weil eben diese krassen Fälle nicht bei allen Parteien gleichmäßig auftreten.“

Quelle: YouTube

Als erstes nimmt sich Rezo das Auftreten von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet im Flutgebiet vor. Laschet habe vor der Krisenbesprechung in Hagen gesagt, er habe mit dieser Aktion keine Bilder erzeugen wollen, so Rezo. „Ironischerweise hatte sein Social Media Team zu dem Zeitpunkt schon Bilder auf Social Media gepostet mit Gummistiefeln im Wasser.“ 

Rezo spricht auch die Situation an, in der Laschet bei einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Flutgebiet lachend im Hintergrund zu sehen ist. „Vor Ort in einer solchen Situation so zu sein, ist inakzeptabel auf einem anderen Level“, kritisiert Rezo. Das wirke „krass unauthentisch“.

Auch um die Aussage von Armin Laschet im ARD-Sommerinterview geht es in Rezos Video. Laschet sagte, dass im CDU-Wahlprogramm keine Steuerentlastung stehe – obwohl im Wahlprogramm steht, dass Steuern für Unternehmen gesenkt werden sollen. „Insofern sagte Laschet der Bevölkerung hier nachweislich die Unwahrheit über das, was die CDU vorhat, wenn sie gewählt werden würde“, so Rezo. Entweder Laschet kenne das eigene Wahlprogramm nicht – „dann wäre er todeslost inkompetent“, so Rezo. Und weiter: „Oder er wusste, was drinsteht, dann hat er halt gelogen.“

„Solche komischen Moves sind bei Laschet übrigens kein Einzelfall“, sagt Rezo und bezieht sich auf das Sommerinterview im ZDF. Dort lehnte Laschet das Vorziehen des Kohleausstiegs ab und sagte: „Wir haben eine Kohlekommission gehabt mit Wissenschaftlern, mit Greenpeace, mit dem BUND“, so Laschet. „Und die haben das Datum 2038 vorgeschlagen.“ Der BUND warf ihm daraufhin vor, dass Laschet entweder falsch informiert sei – „oder dass er lügt“.

Auch Kritik an Julia Klöckner und Andreas Scheuer

Im weiteren Verlauf des Videos kritisiert Rezo das beschnittene Foto der Grünen, mit dem die Partei Werbung für Frauen in der Politik machte, das Maut-Debakel und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sowie Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) für ihre zu große Nähe zu Lebensmittelkonzernen und ihre Politik zur Tierhaltung. Rezo kritisiert dabei unter anderem die Haltung von Schweinen auf kleinem Raum.

„Bei diesen Inkompetenzen geht es nicht um ein paar Unwahrheiten und kleinere Fails, sondern um echtes Leid und das Verbauen der Zukunft“, betont Rezo in seinem Video. „Auch in der Politik sind nicht alle doof und es gibt viele, die sich jeden Tag den Arsch aufreißen und viel auf dem Kasten haben, um so große Verantwortung zu übernehmen“. Wenn man aber das Gegenteil von dem tue, was man der eigenen Bevölkerung verspreche oder bewusst die Unwahrheit erzähle, „dann ist man vielleicht dieser Verantwortung einfach nicht gewachsen“, sagt der YouTuber zum Abschluss und kündigt ein weiteres Video an.