Das Auswärtige Amt hat eine neue Teilzeitstelle geschaffen, die auf Gaming spezialisiert ist. Wie das Portal Gamesmarkt berichtet, besetzt die Position – zunächst von Mai bis Oktober – Manouchehr Shamsrizi vom Gamelab der Berliner Humboldt Universität. Demnach beschäftigte sich Shamsrizi bereits seit 2018 im Auftrag des Auswärtigen Amtes mit Studien zu den Potentialen von Gaming und E-Sport für die deutsche und europäische Außenpolitik.

„Videospiele, das meistgenutzte und reichweitenstärkste Medium unserer Zeit, sind ein relevantes Phänomen für die Außenpolitik geworden: Als Dimension im Wettbewerb der Narrative und unserer Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, aber zugleich auch durch ihre Auswirkungen auf Technologieaußenpolitik oder die Digitalisierung von Verwaltung“, heißt es offenbar zur Begründung aus dem Außenministerium.

Dem Bericht zufolge verfolgt das Auswärtige Amt eine „neu erarbeitete Gaming-Strategie“. Videospiele sollen dabei „als Teil eines neuen ‚Public Diplomacy‘-Ansatzes in die Außenarbeit des Auswärtigen Amtes“ integriert werden, so der Bericht. Wie viel Gaming-Spezialist Shamsrizi im Auswärtigen Amt verdient, wurde nicht mitgeteilt.