Zoll.
Foto: dpa/Ralf Hirschberger

BerlinDer Zoll warnt vor drei Betrugsmaschen, die Kriminelle derzeit verstärkt anwenden. Dabei geben sich die Betrüger als deutsche Zollbehörde aus.

Anrufe (Spoofing)

Derzeit werden laut dem Zoll verstärkt Menschen in der gesamten Bundesrepublik von Betrügern angerufen, die für Ihre Bandansage mit Zahlungsaufforderung den Telefonnummernblock (0711 922-XXXX) des Hauptzollamts Stuttgart nutzen. In der Bandansage wird dem Anrufer suggeriert, dass ein Vollstreckungsbeschluss des Zolls vorliege und die Angerufenen zur Abwehr eines Gerichtsverfahrens Zahlungen auf ein Treuhandkonto leisten sollen. Der Zoll weist darauf hin, dass er sich niemals solcher Bandansagen bedient.

Briefpost

Die Kriminellen verschicken Post von einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei, in der steht, der Empfänger hätte im Ausland im Lotto gewonnen. Die Gelder könnten aber noch nicht ausgezahlt werden, da beim Zoll noch „Transferabgaben“ gezahlt werden müssten. Zusammen mit dem Rechtsanwaltsanschreiben wurde ein entsprechender Brief vom Zoll, mit angeblich korrektem Briefkopfangaben, vorgelegt. Der Zoll weist darauf hin, dass in der Regel keine Zollabgaben auf Bargeldimporte erhoben werden und derartige Aufforderungen gemeinsam mit dem Zoll auf ihre Richtigkeit geprüft werden sollten.

E-Mail

Per E-Mail mit angeblichem Absender vom Zoll werden Zahlungen von Zoll und Steuern unter der Nutzung von anonymen Prepaid-Zahlungsdienstleistern angefordert.

Wer dubiose Anrufe, Briefe oder E-Mails bekommt, kann sich damit an jede Dienststelle des Zolls wenden.