Berlin - Am 28. Juni hat der siebenjährige Rote Panda Shine im Berliner Tierpark bereits zum zweiten Mal Nachwuchs zur Welt gebracht. Wie der Berliner Zoo mitteilt, dauert es allerdings noch etwas, bis das Jungtier auch für Besucherinnen und Besucher zu sehen sein wird. Das Panda-Baby muss noch etwas kräftiger werden, heißt es. Junge Rote Pandas haben es nicht eilig, ihre Umgebung zu entdecken. In der Regel bleiben sie rund drei Monate lang in ihrer Höhle, ehe sie den ersten Streifzug unternehmen.

„Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger haben Ende Juni ein leises Schmatzen aus der Höhle gehört, welches auf einen trinkenden neugeborenen Roten Panda schließen ließ. Erst sieben Wochen später haben wir nun einen kurzen Blick auf den Nachwuchs in der Höhle werfen können“, erklärt Dr. Florian Sicks vom Berliner Zoo.

Katzenbären sind bedrohte Tiere

Die Tragzeit ist laut Berliner Zoo unbekannt, da Rote Pandas ihre Trächtigkeit offenbar pausieren lassen können.  Sollten die äußeren Umstände für die werdende Panda-Mutter nicht optimal sein, kann der Nachwuchs in ihrem Bauch eine Ruhepause in der Entwicklung einlegen. Zur Welt kommen die Pandas blind und hilflos und bringen nur etwa 100 Gramm auf die Waage. 

Als Folge des fortschreitenden Verlustes und der Zersplitterung ihres Lebensraumes sind Katzenbären – so werden Rote Pandas auch genannt – bedroht und werden als „stark gefährdet“ eingestuft. Eine Reservepopulation in menschlicher Obhut könnte daher für das Überleben der Art zukünftig von großer Wichtigkeit sein.

„Für uns als wissenschaftlich geführte Einrichtung ist Nachwuchs bei solch bedrohten Tieren wie dem Roten Panda ein großer Erfolg“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Rote Pandas sind in der Himalaja-Region zuhause. Dort bevorzugen sie die Rhododendronwälder an den Hängen des Hochgebirges mit dichtem Unterwuchs aus Bambus. Ihr Lebensraum erstreckt sich neben Nordindien auch auf die Bergregionen Nepals, Bhutans, Myanmars und Chinas.