BerlinIn deutschen Zoos geborene Tiere werden offenbar immer häufiger ausgewildert. Dies teilt der Verband der Zoologischen Gärten am Montag mit. Einer Untersuchung zufolge wurden in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 3072 Tiere aus den zum Verband gehörigen Zoos in die Freiheit verbracht. Die Tiere gehörten laut Verband zu 46 verschiedenen Arten. Im Jahr 2016 habe die Zoo-Gemeinschaft nur einige hundert Auswilderungen pro Jahr registriert.

„Man darf nicht vergessen, dass die Auswilderungen so etwas wie die Königsdisziplin im Artenschutz darstellen. Das sind in der Regel hochkomplexe, langwierige und teure Prozesse. Umso mehr können wir als Zoogemeinschaft stolz darauf sein, dass wir Teil der Lösung auf das Problem des globalen Artensterbens sind.“, sagte Präsident Prof. Dr. Jörg Junhold, gleichzeitig Zoodirektor in Leipzig.