Die Polizeiakademie in Berlin bei einem Besuch von Franziska Giffey und Innensenator Andreas Geisel.
Foto: DAVIDS/Sven Darmer

BerlinWeil die Berliner Polizei zu wenig guten Nachwuchs findet, können sich Jugendliche mit fehlenden Qualifikationen ein Jahr lang nachschulen lassen. Danach sollen sie dann die Aufnahmeprüfung für die Polizeiausbildung bestehen. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Die Senatsbildungsverwaltung sprach am Montag von einem neuartigen Angebot, um mehr Jugendliche für den Polizeidienst zu gewinnen. 

Dabei gehe es um „grundsätzlich geeignete Bewerber“ mit hoher Motivation und Eignung, die „jedoch ganz knapp die Voraussetzungen zur Einstellung verfehlt haben“. Diese jungen Schulabgänger nehmen an dem einjährigen Bildungsgang Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung (IBA) teil. Die Zusatzqualifikation gibt es schon länger für Jugendliche, denen ein Schulabschluss oder andere Kenntnisse für bestimmte Ausbildungen fehlen.

Wer Polizist werden will, bekommt hier erste Kenntnisse im Themenfeld Recht, Politik und Ethik vermittelt, außerdem gibt es ein achtwöchiges Praktikum bei der Polizei. 2017 begann ein entsprechender Schulversuch. Beim Auswahlverfahren der Polizei scheitern besonders viele Bewerber am Deutschtest, bei dem weitgehend korrekte Rechtschreibung und Grammatik verlangt wird.