Ein ICE (Symbolbild).
Foto: dpa/Christoph Soeder

BerlinChaotische Zustände am Mittwoch auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Lutherstadt Wittenberg. Wegen eines Feuerwehreinsatzes war die Strecke in Richtung Berlin am Mittwochnachmittag gesperrt worden. Ein Schaffner teilte in einer Durchsage im ICE von München nach Hamburg mit, es handele sich „um einen brennenden Zug“. Die Bahn teilte offiziell mit, es handle sich um einen Feuerwehreinsatz. 

Einzelne Züge im Fernverkehr der Deutschen Bahn müssen wegen des Feuerwehreinsatzes umgeleitet werden. Auch der ICE 508 von München nach Hamburg war betroffen. Er hielt länger als geplant in Wittenberg, die Fahrgäste durften aussteigen. Nach rund einer halben Stunde ging die Fahrt zunächst Richtung Jüterbog weiter.

Nach wenigen Minuten stoppte der Zug jedoch erneut, da dem Personal aufgefallen sei, dass man „mehrere Fahrgäste am Bahnsteig in Wittenberg vergessen“ hatte. Das wurde per Durchsage im Zug mitgeteilt. Auf Nachfrage hieß es vom Bordpersonal, ein Bahnmitarbeiter habe gesehen, wie dem aus Wittenberg abfahrenden Zug einige Leute aufgeregt hinterhergelaufen seien. Im nächsten Bahnhof hielt der Zug daraufhin und fuhr zurück nach Wittenberg. Hier wurden die vergessenen Gäste eingesammelt, dann ging die Fahrt über Umwege weiter Richtung Berlin. 

Am Nachmittag ging die Bahn von mindestens 100 Minuten Verspätung aus. Die für das Chaos verantwortliche Störung als Folge des brennenden Zuges sollte nach Angaben der Bahn im Laufe des Nachmittags behoben sein.