Berlin - Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat sich entsetzt über Aufrufe im Netz zu seiner Erschießung geäußert. Auf Twitter postete Lauterbach einen Screenshot von einem Kommentar unter einem Facebook-Post, in dem es heißt: „Ideal wäre, wenn man dieses Arschloch in nullkomaplötzlich erschiessen würde.“ Der Kommentar wurde von einem Nutzer mit Klarnamen abgesetzt, der allerdings von Lauterbach geschwärzt wurde. 

Der Politiker schreibt: „Eine kleine Gruppe gewaltbereiter Demagogen versucht, engagierte Wissenschaftler und Politiker, nicht nur mich, mundtot zu machen. Wir müssen dagegen zusammenhalten.“

Der Tweet wurde bereits 27.000-mal mit "Gefällt mir" markiert (Stand Montag, 9.30 Uhr). In dem Facebook-Post, unter dem die Hassnachricht abgesetzt wurde, ging es um eine Aussage Lauterbachs zu einem „kurzen, harten Lockdown von drei bis vier Wochen“.

Sawsan Chebli appelliert an Lauterbach: Lass dich nicht einschüchtern

Parteikollegin Sawsan Chebli zeigte sich auf Twitter entsetzt über so viel Hass im Netz. Sie bat Lauterbach, sich nicht einschüchtern zu lassen.