Joachimsthal - Zwei Berliner Tauchlehrer sind am Sonntag im Werbellinsee im Landkreis Barnim tödlich verunglückt. Wie die Brandenburger Polizei mitteilte, hatten Zeugen um 13.05 Uhr Polizei und Feuerwehr in die Seerandstraße in Joachimsthal gerufen, nachdem die beiden Taucher nicht mehr aus dem Wasser aufgetaucht waren. 

Eine Gruppe von Sporttauchern war nach Angaben der Polizei für einen gemeinsamen Tauchgang ins Wasser gegangen. Zwei der Mitglieder hätten es dann nicht bis an die Wasseroberfläche geschafft. Daraufhin hätten die anderen Taucher sofort nach ihnen gesucht und sie in sechs Metern Tiefe regungslos auf dem Grund des Sees entdeckt.

Alarmierte Rettungskräfte versuchten umgehend nach der Bergung, die 49-jährige Frau und den 53-jährigen Mann zu reanimieren. Beide wurden per Rettungshubschrauber in Krankenhäuser in Berlin und Bernau geflogen. Trotz aller ärztlichen Bemühungen starben sie dort.

Weil nicht klar ist, wie die Tauchlehrer ums Leben kamen, hat die Kriminalpolizei der Inspektion Barnim ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dafür soll jetzt die Taucherausrüstung untersucht werden. Auch der genaue Unfallhergang werde rekonstruiert, hieß es.

Der Fall löst Spekulationen in den sozialen Medien aus

Unter Tauchern entbrannte in den sozialen Medien eine lebhafte Diskussion um mögliche Ursachen des Unfalls. Auf der Facebook-Seite des Fachblatts taucher.net drehten sich die Spekulationen um mögliche Probleme bei der Atemluft. Eigentlich sollten Unregelmäßigkeiten bei der Tauchausrüstung und der in den Tanks gefüllten Luft bereits vor dem Tauchgang beim Check-up auffallen. Mehrere User warfen jedoch ein, möglicherweise habe die eingefüllte Luft Kohlenmonoxid enthalten, das die Sauerstoffeinnahme blockiert. Besonders gefährlich: Kohlenmonoxid ist farb- und geruchslos.

Viele User zeigten sich allerdings über die Spekulationen schockiert: Noch ist unklar, was sich tatsächlich abgespielt hat. Die Kriminalpolizei der Inspektion Barnim ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dafür soll jetzt die Taucherausrüstung untersucht werden. Auch der genaue Unfallhergang werde rekonstruiert, hieß es.