Zwei Teenager richten mit Autos ihrer Väter Schäden an

Kurz hintereinander fahren zwei Teenager mit den Wagen ihrer Eltern durch Berlin. Beide Spritztouren enden mit Unfällen - in einem Fall bleibt es nicht nur b...

ARCHIV - Ein Polizeibeamter steht zwischen zwei Einsatzfahrzeugen der Polizei.  ild
ARCHIV - Ein Polizeibeamter steht zwischen zwei Einsatzfahrzeugen der Polizei. ildPhilipp von Ditfurth/dpa/Symbolb

Berlin-Unabhängig voneinander haben zwei Teenager mit den Autos ihrer Väter eine gefährliche Spritztour durch Berlin unternommen. Beide Ausflüge endeten in einem Unfall: Im Bezirk Lichtenberg wurden am Mittwochabend sechs Autos beschädigt - die Polizei sprach am Donnerstag von einem „erheblichen Sachschaden“. Der 15-jährige Fahrer blieb dem ersten Anschein nach unverletzt.

Ganz anders erging es in der Nacht zu Donnerstag dem zweiten jugendlichen Fahrer in Spandau: Der 17-Jährige trug eine Gehirnerschütterung, eine gebrochene Hand und ausgeschlagene Zähne davon und kam zur stationären Behandlung in eine Klinik.

Der 15 Jahre alte Teenager war nach Angaben der Polizei laut einer Zeugin mit „deutlich überhöhter Geschwindigkeit“ im Hönower Weg im Lichtenberger Ortsteil Friedrichsfelde unterwegs. Sie rief die Polizei, nachdem der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verloren hatte und mit einem geparkten Fahrzeug zusammenstieß. Das geparkte Auto wurde auf die gegenüberliegende Straßenseite geschleudert. Dort stieß es gegen einen weiteren Wagen, der wiederum drei andere Autos zusammenschob. Insgesamt wurden sechs Fahrzeuge beschädigt. Der Jugendliche wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Der zweite Teenager kam in der Gatower Straße im Spandauer Ortsteil Wilhelmstadt mit dem Wagen seines Vaters von der Fahrbahn ab und krachte gegen einen Baum und ein Verkehrsschild. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Motorblock aus dem Wagen gerissen. Der Fahrer war laut Polizei betrunken und besaß keine Fahrerlaubnis. Aufgrund seiner Verletzungen war eine Atemalkoholmessung nicht möglich. In der Klinik wurde dem 17-Jährigen Blut abgenommen.

Die Ermittlungen dauerten in den beiden Fällen zunächst an, hieß es weiter. Wie in diesen Fällen üblich wird gegen die Fahrzeughalter ermittelt - also gegen die Väter. Der Vater des 17-Jährigen gab an, erst durch den Anruf der Polizei erfahren zu haben, dass sein Sohn mit seinem Wagen unterwegs war. Was der Vater des 15-Jährigen zu der Aktion sagte, war zunächst nicht bekannt.