London - Am Wochenende hat es in London mehrere Messerstechereien gegeben, bei denen zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Nach Angaben der Polizei, die eine Mordermittlung eingeleitet hat, sollen die mindestens zwölf Vorfälle von Freitag und Sonnabend jedoch nicht miteinander in Verbindung stehen. Ein 22-Jähriger war am Freitag im Süden von London an den Messerstichen gestorben, elf weitere Beteiligte wurden verletzt. Die Polizei verstärkte ihre Kräfte im betroffenen Stadtteil Croydon.

„Die Gewalt, die wir gesehen haben, ist sinnlos und unsere Gedanken sind bei der Familie des 22-Jährigen, der tragischerweise sein Leben verloren hat“, sagte Kommissar Andy Brittain, der für den Süden Londons zuständig ist. „Ich möchte der Gemeinde jedoch versichern, dass unser Bezirk sicher ist. Die Ermittlungen gehen weiter und vier Menschen sind festgenommen worden.“ Die Festnahmen sollen der Nachrichtenagentur PA zufolge allerdings nicht in Zusammenhang mit der Ermittlung wegen Mordes stehen.

Auch im Nordwesten Londons kam am Sonnabend bei einer Messerstecherei vor einem Supermarkt ein junger Mann ums Leben.

Messerstechereien sind ein großes Problem in Großbritannien. In den vergangenen Jahren hatte es mehrere mutmaßliche Terrorattacken im Land gegeben, bei denen Stichwaffen benutzt worden waren. Doch auch unter Jugendlichen kommt es immer wieder zu Streits, bei denen die Beteiligten zu Messern greifen und sich gegenseitig verletzen. Bei den Vorfällen am Wochenende seien jedoch hauptsächlich Erwachsene beteiligt gewesen, hieß es von der Polizei.