Berlin - Am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum ist ein weiterer Fall der britischen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Insgesamt seien damit 27 Fälle in Berlin bekannt, die sich auf das Klinikum zurückführen lassen. Dies berichtete der Amtsarzt des Klinikums, Patrick Larscheid, dem RBB. Die jetzt neu positiv getestete Person gehört zum Personal des Humboldt-Klinikums und hatte nach Angaben von Larscheid direkten Patientenkontakt.

Am Dienstag wurde noch von 24 Infektionen mit der britischen Variante des Coronavirus berichtet. Zurzeit werden die Mitarbeiter zweimal die Woche getestet, auch nach der Ursache des Ausbruchs werde gesucht, so Larscheid.

Dienstagmittag berichtete Larscheid, dass rund 1700 Mitarbeiter und knapp 400 Patienten untersucht worden seien. Nach Darstellung von Vivantes am Dienstagnachmittag wurden alle rund 450 Patienten des Reinickendorfer Klinikums getestet. Von den rund 1700 Mitarbeitern haben demnach bisher 1583 einen PCR-Test hinter sich. Bei elf von ihnen sei die Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Zudem seien 13 Patienten betroffen. Larscheid hatte zuvor von 14 betroffenen Patienten und zehn Mitarbeitern berichtet.

Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende. Weil in dem Krankenhaus in der vergangenen Woche Infektionen mit dem Virus bekannt wurden, war ein Aufnahmestopp verhängt worden.