Dresden - Der tierische Neuzugang heißt Lele, wiegt nur gut 350 Gramm und hat bewegte erste Tage hinter sich: Der Dresdner Zoo hat Nachwuchs bei den Zweifingerfaultieren bekommen – allerdings unter schwierigen Bedingungen. Von den Zwilligen, die Faultier-Weibchen Marlies vor gut einem Monat zur Welt brachte, überlebte nur Baby Lele, wie der Zoo am Donnerstag mitteilte.

Zurzeit wird das kleine Faultier von Tierpflegerin Nicole Brzoska aufgezogen, die Lele sieben Mal am Tag mit Ziegenmilch füttert und sie in ihrer Freizeit mit nach Hause nimmt. „Denn neben der Grundversorgung mit Milch und Nahrung ist für die Aufzucht, wie bei jedem Säugetier, auch der körperliche Kontakt, Wärme und Nähe für die Entwicklung und Gesundheit des Jungtiers sehr wichtig“, heißt es in einer Mitteilung.

Leles Zwilling ist noch am Tag der Geburt verstorben

Zwillingsgeburten sind bei Faultieren laut Angaben des Zoos extrem selten und stellen ein großes Risiko dar. Obwohl der Zoo die Geburt vorbereitet habe, sei Leles Zwilling noch am Tag der Geburt gestorben. Auch ob Lele überlebt, war demnach lange unklar. Sie wurde mit einem Gewicht von nur 280 Gramm geboren – Einzelkinder haben laut Zoo meist ein Gewicht von über 400 Gramm.

Mittlerweile wiegt Lele laut dem Zoo gut 350 Gramm. Der Zoo gibt sich optimistisch: Das Jungtier sei „zwar noch zart, aber auf einem sehr guten Weg“, hieß es.