Der amerikanische Historiker Norman Finkelstein sorgte 1998 für Aufsehen, als er gemeinsam mit der Historikerin Ruth Bettina Birn die Thesen Daniel Goldhagens untersuchte. In ihrem Buch "Eine Nation auf dem Prüfstand" werfen sie Goldhagen vor, sein Buch "Hitlers willige Vollstrecker" basiere auf selektiv benutzten Quellen und vereinfache Geschichte. In seinem neuen Buch "The Holocaust Industry An Essay on the Exploitation of Jewish Suffering", das im Juli in den USA und in England erscheint, übt Finkelstein massive Kritik an den Sammelklagen jüdischer Organisationen gegen die Schweiz und Deutschland. Mit Finkelstein sprach in New York Stefan Elfenbein.Mr. Finkelstein, gerade jetzt wird darüber diskutiert, wie die zehn Milliarden Mark des Entschädigungsfonds der deutschen Industrie zwischen den relativ wenigen, meist jüdischen Sklavenarbeitern in den Konzentrationslagern und den relativ vielen, meist slawischen Zwangsarbeitern, die zur Arbeit in der deutschen Industrie herangezogen worden waren, verteilt werden sollen. Die Jewish Claims Conference (JCC), die die jüdische Seite vertritt, besteht auf Grund des größeren Leidens ihrer Klientel auf einen Großteil der Summe. Sie werfen in Ihrem Buch der JCC Doppelmoral vor und behaupten, die JCC sei dafür verantwortlich, dass die Sklavenarbeiter nicht schon früher entschädigt wurden.Dies ist vollkommen richtig. Über den moralischen Anspruch der osteuropäischen Zwangsarbeiter auf Entschädigung besteht überhaupt kein Zweifel. Bei den jüdischen Sklavenarbeitern sieht das aber anders aus. Schon in den frühen fünfziger Jahren führte die Bundesrepublik Deutschland erste Entschädigungsverhandlungen mit jüdischen Organisationen. Ein Abkommen sah schließlich die Entschädigung deutscher Juden vor. Durch ein zweites Abkommen sollte die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge in Israel unterstützt werden. Als dann deutlich wurde, dass ganze Opfergruppen durch die Maschen des Entschädigungsnetzes fallen würden, wurde ein drittes Abkommen beschlossen. Alle Verhandlungen für dieses Abkommen fanden direkt mit der JCC statt. Und die deutsche Seite bestand nachdrücklich darauf, dass die Gelder allein "Opfern der Nazis im engsten Sinne, die ungerecht oder ungenügend entschädigt wurden" zugute kommen. Definiert wurden diese als nichtdeutsche Juden, die sich in Gettos, Konzentrations- und Arbeitslagern befunden hatten. Für Sklavenarbeiter wurde in dem Abkommen pro Person zuerst eine relativ kleine Summe für erlittene Haftzeiten veranschlagt. Ein Zusatzabkommen sah aber vor, dass Sklavenarbeiter, die einen gesundheitlichen Schaden erlitten hatten, eine lebenslange Rente erhalten sollten.Es gab schon einmal Verhandlungen über die Entschädigung von Sklavenarbeitern?Korrekt; die gleichen Verhandlungen wie heute, und mit den gleichen Leuten. Auf Grund des damals ausgehandelten Abkommens wurde die JCC 1953 beauftragt, bis 1965 jährlich zehn Millionen Dollar an die Opfer, also auch an die Sklavenarbeiter, zu verteilen. Das entspricht einem heutigen Wert von einer Milliarde Dollar. Nachdem die ersten Zahlungen bei der JCC eingegangen waren, begann die JCC jedoch, den Verwendungszweck der Gelder neu zu definieren. "Die Wiederherstellung des jüdischen Gemeinwesens" stand plötzlich im Mittelpunkt. In internen Papieren heißt es sogar, dass "die direkte Weiterleitung der Mittel an Individuen" untersagt ist. Es gab dabei nur eine Ausnahme: Rabbiner und so genannte Führungspersönlichkeiten jüdischer Gemeinden. Nur wer einer dieser beiden Gruppen angehörte, erhielt eine Entschädigung. Bis heute bekommen selbst noch deren Familien Renten, obwohl etwa viele Rabbiner zu Kriegsbeginn gerade einmal ihre Ausbildung beendet hatten. Der Rest ging leer aus.Hat sich da niemand beschwert?Als die Bundesregierung anfangs forderte, über die Verwendung der Gelder informiert zu werden, zeigte sich die JCC schockiert. Es hieß, man stelle ihre Integrität in Frage. Später zeigte Bonn kein Interesse mehr. Wenn Opfer bei der JCC nachfragten, ob ihnen nicht Geld zustünde, erklärten Vertreter der JCC, ihnen seien durch die Abkommen die Hände gebunden. Es sind mehrere Reden dokumentiert, in denen Saul Kagan, der damalige JCC-Vorsitzende , erklärt, die von Deutschland festgelegten Richtlinien zur Verteilung des Geldes verhinderten deren Weitergabe an die Opfer. Ich habe ihn erst vor ein paar Tagen getroffen, und wieder hat er die deutsche Seite verantwortlich gemacht. Aber was er sagt, ist unwahr. Das Gegenteil stimmt, die Dokumente sind eindeutig: Deutschlands Richtlinien waren fair. Die JCC allein ist verantwortlich dafür, dass viele Opfer, auch die Sklavenarbeiter, nie entschädigt wurden.Das sind schwere Vorwürfe. Welche Beweise haben Sie dafür?Wäre die ganze Angelegenheit nicht so tragisch, könnte man darüber lachen, dass ausgerechnet die JCC selbst all das penibel dokumentiert hat. Zwei wissenschaftliche Studien wurden in Auftrag geben, die stolz über die Leistungen der JCC berichten. Es handelt sich dabei um die Bücher der israelischen Historiker Ronald Zweig und Nana Sagi. Jetzt würde die JCC die Bücher am liebsten verschwinden lassen. Mich schockiert, dass diese Dokumente in Deutschland anscheinend vollkommen unbekannt sind. * Was wurde mit dem Geld gemacht?Die Bücher dokumentieren, dass ein Großteil der Zahlungen indirekt, über die Konten verschiedener jüdischer Organisationen, an jüdische Gemeinden in arabischen Ländern floss. Ihr genauer Verwendungszweck ist unklar. Vermutlich wurde die Ausreise der Gemeinden nach Israel vorbereitet. Weitere Summen flossen in osteuropäische Staaten, etwa nach Rumänien. Damit wurden Juden freigekauft, die nach Israel auswandern wollten. Ein weiterer Teil des Geldes ist für "Holocaust-Unterricht" an Schulen und Universitäten benutzt worden. Auch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem wurde mit Geld finanziert, das eigentlich für individuelle Opfer vorgesehen war.Ein weiterer Vorwurf, den Sie der JCC machen, ist, dass die Organisation bei den heutigen Verhandlungen mit falschen Zahlen über noch lebende Sklavenarbeiter operiere.Der Historiker Henry Friedlander, Überlebender von Auschwitz und einer der angesehensten Holocaust-Forscher, schätzt, dass 1945 nur noch etwa 100 000 KZ-Häftlinge und Sklavenarbeiter am Leben waren. Diese Zahl wurde zur Standardzahl für wissenschaftliche Arbeiten. Da in den Lagern vornehmlich die Älteren und die ganz Jungen umgebracht worden sind, lag das Durchschnittsalter der Überlebenden bei 25 Jahren. Heute wären diese Menschen also etwa 80 Jahre alt. Höchstens ein Viertel der Überlebenden, also 25 000, mögen heute noch am Leben sein. Ein persönliches Beispiel: Mein Vater und meine Mutter waren Sklavenarbeiter. Sie lebten hier in Brooklyn in einer Gemeinde, die vornehmlich aus Überlebenden des Holocaust und deren Familien bestand. Als meine Eltern vor fünf Jahren starben, organisierte ich eine Gedenkfeier. Es ist mir nicht gelungen, auch nur einen ihrer gleichaltrigen Freunde einzuladen. Sie waren alle tot. Vor ein paar Tagen bin ich die lange Gästeliste zur Bar-Mizwa-Feier meines Bruders 1962 durchgegangen. Alle damals eingeladenen Holocaust-Überlebenden sind inzwischen gestorben.Welche Zahl nennt die JCC?Die JCC behauptet, im Namen von 135 000 noch lebenden Sklavenarbeitern zu verhandeln. Ich möchte hinzufügen, dass es extrem gefährlich ist, mit falschen Zahlen, auch von Überlebenden, zu operieren. Dies spielt den Holocaust-Revisionisten in die Hände. Die könnten dann behaupten, auch die Zahlen der Ermordeten seien falsch.Warum nennt die JCC falsche Zahlen?Es ist natürlich einfacher, Entschädigungszahlungen durchzusetzen, wenn man mehr Menschen vertritt. Von den zehn Milliarden Mark des Entschädigungsfonds wird voraussichtlich etwa die Hälfte auf die Konten der JCC fließen. Danach wird die JCC Anfragen von noch lebenden Sklavenarbeitern, die entschädigt werden wollen, entgegennehmen. Man kann davon ausgehen, dass zu diesem Zeitpunkt höchstens noch 20 000 gültige Bewerbungen bei der JCC landen. Nach dem momentanen Stand der Verhandlungen soll jeder Sklavenarbeiter einen Pauschalbetrag von 15 000 Mark erhalten. Die JCC wird also etwa 30 Millionen Mark an die Opfer verteilen die gleichen Opfer, die von der JCC ja schon in den fünfziger und sechziger Jahren hätten ausbezahlt werden müssen. Und am Ende wird ein noch immer hoher Milliardenbetrag bei der JCC bleiben.Was wird mit dem Geld passieren?Es wird, wie es in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "The Jerusalem Report" angekündigt ist, unter den 23 jüdischen Organisationen, die die JCC vertritt, verteilt. Und in diesem Moment wird man sich fragen müssen, ob es jemals im Interesse der JCC lag, das unglaubliche Leiden der Opfer zu lindern. In diesem Zusammenhang wirft übrigens auch die eigene Geschichte kein gutes Licht auf die JCC. Schon 1941, also mitten im Krieg, begann man sich zu organisieren. Während in Europa Juden ins Lager kamen, debattierte man in den USA darüber, wie diese nach dem Krieg entschädigt werden könnten. Auch das ist vom JCC dokumentiert. Und es tut den Opfern weh, wenn sie die hohen Gehälter der Funktionäre und Rechtsanwälte erfahren.Sie schreiben, die Sammelklagen gegen Deutschland seien an der Schweiz erprobt worden.Im Mai 1995, zum 50. Jahrestag des Kriegsendes, entschuldigte sich die Schweiz öffentlich dafür, dass sie an ihren Grenzen jüdische Flüchtlinge zurückgewiesen hatte. Zur gleichen Zeit sprach Edgar Bronfman vom World Jewish Congress in New York die Schweizer wegen der "Dormant Accounts", der "ruhenden" Konten jüdischer Opfer der Deutschen, an. Mitarbeiter des Simon-Wiesenthal-Zentrums und des Holocaust-Museums in Washington wurden dann von der Schweiz eingeladen, Materialien zu sichten. Im Mai 1996 einigten sich die Schweiz und die jüdischen Organisationen darauf, die Banken einer Prüfung zu unterziehen. Mehr nicht. Daraus entstand die so genannte Volcker Commission. Die unabhängige Kommission traf sich erstmals im November 1996. Dochbevor sie mit ihrer Arbeit beginnen konnte, legte plötzlich die 1992 gegründete World Jewish Resitution Organisation sie ist ein Schwesterunternehmen der JCC, die JCC darf nur mit Deutschland verhandeln die Sammelklage gegen die Banken vor. Man behauptete, zwischen sieben und zwanzig Milliarden Dollar lägen noch auf den "ruhenden" Konten in Schweizer Tresoren. Um Druck auf die Banken auszuüben, tat sich Bronfman mit dem New-Yorker Senator Alfonse D Amato zusammen, der gerade vor einer Neuwahl stand. D Amato organisierte ein Hearing im US-Senat. Stuart Eizenstat, Staatssekretär im US-Handelsministerium, schaltete sich ein. Unter der Androhung eines Wirtschaftsboykotts musste die Schweiz nachgeben.Sie verteidigen die Schweizer Banken?Das liegt mir wirklich fern, aber Fakten sind Fakten. Die Banken hatten ja überhaupt keine Chance, sich zu verteidigen. Sie wollten mit einer Reaktion auf die Vorwürfe warten, bis die Ergebnisse der Kommission vorlagen. Dazu blieb jedoch keine Zeit. Die Verhandlungen wurden mit dem Argument beschleunigt, die Opfer des Holocaust, in deren Namen man ja klage, würden sterben.Stimmte das nicht?Doch, aber sehen Sie, was jetzt los ist: Die Schweizer Banken bezahlten im Jahr 1998 schließlich 1,25 Milliarden Dollar, doch noch immer ist das Geld nicht an die Opfer weitergereicht worden. Estelle Sapir, eine der Hauptklägerinnen, ist bereits gestorben, ohne das sie, so viel ich weiß, das in Aussicht gestellte Geld bekommen hätte. Die Anwälte der jüdischen Organisationen streiten sich um ihre Anteile an der Summe, und die World Jewish Restitution Organisation hat noch immer keinen Verteilungsplan für das Geld erstellt. Bald werden tatsächlich alle Überlebende gestorben sein und was glauben Sie, wer dann das Geld bekommt?Der Volcker Report ist im Dezember erschienen. Was steht darin?Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich auf den "ruhenden" Konten von Holocaust-Opfern ein Betrag von 500 Millionen Dollar befunden habe. Das ist deutlich mehr als die 32 Millionen, die die Schweizer nannten, aber dramatisch weniger als die Milliarden, von denen die Kläger ausgingen. Wäre es der World Jewish Restitution Organisation tatsächlich um die Wahrheit über die "ruhenden" Konten gegangen, hätte man doch das Ergebnis des Volcker Reports abgewartet. So muss man heute annehmen, dass es darum ging, mehr Geld zu bekommen.Wie hängen die Klagen gegen die Schweiz und Deutschland zusammen?Die Sammelklagen gegen Deutschland begannen im September 1998, also nur einen Monat nach dem erfolgreichen Abschluss der Klage gegen die Schweizer Banken. Die Anwälte hatten den Mechanismus der Sammelklage an der wirtschaftlich schwächeren Schweiz erprobt. Meiner Vermutung nach werden wir in Osteuropa in Zukunft das große Finale erleben. Länder wie Polen, Ungarn oder die Slowakei werden nacheinander mit Klagen überzogen werden.Sie sprechen auch von "ruhenden" Konten jüdischer NS-Opfer bei US-Banken.Das wird selbst im Volcker Report erwähnt. Dort heißt es, die Verfolgten in Europa hätten ihr Geld in den USA und in England in Sicherheit gebracht. Die Schweiz wird erst an dritter Stelle erwähnt. Tatsächlich hatten schon 1958 jüdische Organisationen mehrere New-Yorker Banken aufgefordert, eine Untersuchung einzuleiten. Sechs Millionen Dollar wurden auf "ruhenden" Konten vermutet. Da jedoch in den USA Geld auf "ruhenden" Konten nach fünf Jahren an den Staat fällt, reichten die Banken die Beschwerde an den Kongress weiter. Nach einigen oberflächlichen Anhörungen zahlte die US-Regierung um die Sache beizulegen eine Entschädigung von 500 000 Dollar. Erst im Juni 1997 kam das Thema wieder öffentlich zur Sprache. Anwalt Seymour Rubin erklärte in einer Rede vor dem Banking Committee im Senat, "die klägliche Summe von 500 000 Dollar ist eine Schande im Vergleich zur Summe von 32 Millionen Dollar, die die Schweizer von Anfang an zugegeben haben". Es muss vermutet werden, dass die Geldsummen, die auf "ruhenden" Konten in den USA lagen, höher waren als die in der Schweiz.Warum werden die US-Banken nicht zur Rechenschaft gezogen?Die Untersuchung der Volcker Commission in der Schweiz dauerte vier Jahre und kostete 500 Millionen Dollar. Würden jüdische Organisationen eine ähnliche Untersuchung in den USA fordern, würden die Kosten dafür leicht in Milliardenbeträge gehen. Eine derart kostspielige Aktion würde die Mehrheit des amerikanischen Volkes auf keinen Fall unterstützen.Ihre Eltern waren KZ-Sklavenarbeiter?Meine Eltern stammten aus Warschau. Sie kamen unabhängig voneinander ins Warschauer Getto, wo sie bis Mai 1943 blieben. Nachdem der Aufstand fehlgeschlagen war, wurden sie ins Konzentrationslager Majdanek verschleppt. Kurz darauf kam mein Vater, Zacharias Finkelstein, nach Auschwitz. Dort wurde er als Sklavenarbeiter für Buna eingesetzt. Er nahm 1945 am so genannten Todesmarsch teil und war schließlich im Lager Linz. Meine Mutter, Maryla Husyt, wurde von Majdanek in die Arbeitslager Czestochowa und Skarszysko-Kamiena gebracht. Dann kam auch sie nach Linz. Dort lernten sich die beiden kennen. Sie heirateten und emigrierten in die USA. Meine Mutter war 1979 Hauptzeugin im Düsseldorfer Prozess gegen die Wärterinnen von Majdanek. Mein Vater starb an Alzheimer. In seinen letzten Lebensjahren dachte er, er sei in Auschwitz. Wir mussten ihn oft festbinden.Alle, die der Anschuldigungen gegen Deutschland überdrüssig sind, werden Ihr neues Buch gerne lesen. Warum nehmen Sie das in Kauf?Es verletzt mich, dass Organisationen wie die JCC im Namen von Menschen wie meinen Eltern handeln, deren Leiden ja auf Grund der Manöver des JCC auch nach dem Krieg nicht gelindert wurde. Und historisch gesehen verstreuen die Verantwortlichen für die Sammelklagen jetzt den Dünger für einen neuen Antisemitismus. Ich benutze diese Worte bestimmt nicht leichtfertig. Die Klagen gehen weiter. Schon werden von Polen 60 Milliarden Dollar für Immobilien ermordeter Juden gefordert. Das wäre der wirtschaftlichen Bankrott des Landes. Es wird gedroht, man werde Polens Eintritt in die EU blockieren, sollte das Geld nicht bezahlt werden. Juden müssen sich gegen diesen Wahnsinn wehren. Das Wissen der Welt über den Horror, den die Juden erleben mussten, reicht aus, um zu lernen. Jede Lüge und jede Bereicherung, egal von welcher Seite und egal zu welchem Zweck, führt zu neuem Hass.* Bei den erwähnten Büchern handelt es sich um: Ronald W. Zweig: "German Reparations and the Jewish World a History of the Claims Conference". Boulder/Colorado, London, Westview Press, 1987; Nana Sagi: "German Reparations". Jerusalem, 1980 und New York, St. Martin s Press, 1986.Das Wissen über den Horror, den die Juden erleben mussten, reicht aus, um zu lernen. Jede Lüge und jede Bereicherung, egal von welcher Seite und zu welchem Zweck, führt zu neuem Hass.Norman Finkelstein // Norman Finkelstein wurde am 8. Dezember 1953 im jüdisch-orthodoxen Teil Brooklyns geboren. Alle Familienmitglieder und Verwandten seiner Eltern waren von den Nazis umgebracht worden. Finkelstein studierte Geschichte an der Binghamton University in New York und promovierte sich an der Princeton University. Ein Forschungsaufenthalt an der École Pratique des Hautes Etudes in Paris brachte ihn mit Charles Bettelheim zusammen. In mehreren Büchern analysierte er den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Es folgten Bücher über den Holocaust. Finkelstein lehrt heute Politische Wissenschaften an der City University of New York und an der New York University.Achtung, Gegendarstellung am 1.2.2000