Aschaffenburg - Die Polizei hat 13 Mitglieder der rechtsextremen NPD nach einer Wahlveranstaltung am Mittwoch vorübergehend festgenommen. Sie sollen in Aschaffenburg mehrere Passanten und einen Radfahrer mit einem Feuerlöscher besprüht haben. Unter den Festgenommenen war auch NPD-Chef Holger Apfel. Wie Pressesprecher Karl-Heinz Schmitt von der bayerischen Polizei mitteilt, seien die Ermittlungen im vollen Gange. Alle Festgenommen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Der Polizei zufolge war ein NPD-Tross mit einem Lkw und zwei Autos nach der Kundgebung in Aschaffenburg unterwegs nach Hanau. Wie Zeugen berichten, sind Männer aus einem der NPD-Autos gesprungen. Sie sollen dann mit Löschschaum in die Richtung von mehreren Fußgängern gesprüht haben. Dabei sei aber niemand verletzt worden.

Die Fahrzeuge seien dann 200 Meter weitergefahren: Zeugenaussagen zufolge sollen NPD-Mitglieder aus einem der Autos heraus einen Radfahrer mit Löschschaum attackiert haben. Der Radfahrer wurde dabei verletzt.

Der NPD-Tross sei dann weitergefahren – der Radfahrer erstattete bei der Aschaffenburger Polizei Anzeige. Daraufhin stoppten die Beamten die Fahrzeugkolonne. Dort habe sich aber der Polizei zufolge niemand zu den Vorfällen bekannt – weshalb alle 13 Personen festgenommen wurden. „Was der Auslöser der beiden Vorfälle war, ist bisher noch unklar“, sagt Pressesprecher Schmitt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.