Deutschlands oberster Datenschützer, Peter Schaar, hat Europa angesichts neuer Enthüllungen im NSA-Skandal aufgefordert, für die Sicherheit digitaler Informationen der Bürger zu sorgen. „Wir brauchen eine europäische Vertrauensinfrastruktur“, sagte er der Berliner Zeitung. Sowohl Unternehmen als auch staatliche Stellen müssten sicherstellen, dass die von ihnen angebotenen oder verwendeten Verschlüsselungstechniken möglichst immun seien. EU-Justizkommissarin Viviane Reding sprach in Berlin von einem Weckruf für Europa.

Die New York Times und der britische Guardian hatten zuvor unter Berufung auf Dokumente des Informanten Edward Snowden gemeldet, der US-Geheimdienst NSA und sein britischer Partner GCHQ könnten die gängigen Verschlüsselungs-Verfahren im Internet mit Hilfe eines streng geheimen Programms namens Bullrun knacken. Es geht um den Zugang zu persönlichen Daten, zu digitaler Kommunikation wie Chats oder E-Mails sowie Firmen-Netzwerke, zum Online-Handel und auch zu Bankgeschäften im Internet. Schaar betonte allerdings: „Verschlüsselung ist nach wie vor zu empfehlen.“

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