Der Journalist Glenn Greenwald hat in der NSA-Abhöraffäre weitere Veröffentlichungen angekündigt. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden habe ihm und einem „Spiegel“-Journalisten ungefähr 9000 bis 10.000 streng geheime Dokumente übergeben, sagte Greenwald am Donnerstagabend in der ARD. Noch seien nicht alle Dokumente gesichtet. „Manche sind sehr, sehr kompliziert.“ Es gebe keine Kommunikation, ohne dass die Amerikaner dies wüssten. Es gebe noch viele bislang unbekannte Spähprogramme der USA. Die Bundesregierung beteilige sich an dem Spionagesystem zwar nicht im dem Maße wie Großbritannien oder die USA, aber in großem Rahmen, sagte Greenwald. Der Journalist, der für den britischen „Guardian“ arbeitet, hatte als erster die Enthüllungen Snowdens publik gemacht.

Unterdessen verschärfen die US-Geheimdienste als Konsequenz aus den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden den Zugang zu sensiblen Daten. NSA-Chef Keith Alexander sagte am Donnerstag bei einem Sicherheitsforum in Aspen, für den Zugang zu Geheimdienst-Serverräumen trete eine „Zwei-Mann-Regel“ in Kraft, wie sie auch auf Atomwaffen-Stützpunkten gelte. Die neuen Regeln gälten für Systemverwalter und alle Personen, die Zugang zu Serverräumen hätten.

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