Die Sitzung hatte fast den Charakter eines Staatsaktes. Kein Geringerer als Bundespräsident Joachim Gauck war gekommen. Zudem waren anwesend: der türkische Botschafter Hüseyin Anni Karslioglu, nahezu das komplette Kabinett unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel sowie ein großer Teil der Bundestagsabgeordneten – und nicht zu vergessen: etwa 30 Angehörige von Opfern des NSU-Terrors plus unmittelbar Betroffene wie jene des Anschlags in der Kölner Keupstraße.
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) leitete die Sondersitzung am Montag mit einer gesonderten Rede ein. Er sagte: „Schmerz, Trauer und Wut begleiten die Angehörigen seit vielen Jahren. Wir fühlen uns Ihnen verbunden.“ Das Ausmaß der Verbrechen habe tiefe Trauer und Betroffenheit ausgelöst, fuhr er fort. „Dafür möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen.“ Bereits mittags waren Hinterbliebene und Opfer mit Mitgliedern des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestags zusammengetroffen. Dem folgten ein Essen und die Debatte.

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