München - An diesem Tag also in Altrosa. Auf der Zuschauerempore im Münchner Oberlandesgericht fliegen noch einmal die Finger über die Tastaturen der Laptops, als Beate Zschäpe kurz nach halb zehn den Verhandlungssaal betritt. Die Farbe ihrer Kleidung ist fast schon die einzige Abwechslung in einem Ritual, das nun schon 32 Verhandlungstage andauert. Wie immer betritt die Hauptangeklagte im NSU-Verfahren den Ort des Geschehens, dreht sich um 180 Grad, so dass die Kameras der im Saal positionierten Fotografen nur ihren Rücken vor die Linsen bekommen. Von der erhöhten Tribüne aus ist dann zu sehen, wie sie mit ihren Anwälten plaudert. Ob es dabei um den Prozess geht, um das Wetter oder die Gefängniskost – man weiß es nicht.

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