MÜNCHEN - Und dieses Nervenbündel soll eine Gruppe mutmaßlicher terroristischer Mörder unterstützt haben? Holger G. wirkt konfus. Anderthalb Jahre hatte er Zeit gehabt, sich auf diesen Tag vorzubereiten. Jetzt hetzt der Angeklagte im Münchner Schwurgerichtssaal durch seine Aussage, atemlos, im Stakkato einzelner Satzfetzen. Vergeblich versucht Manfred Götzl, der sonst so strenge Vorsitzende Richter im NSU Prozess, ihn zunächst mit väterlicher Güte dazu zu bringen, deutlicher zu sprechen und auch einmal Luft zu holen. „Ruhe bewahren. Schön langsam. Wir haben die Zeit.“ Zweimal wird für diesen inzwischen immerhin 39-Jährigen Mann die Sitzung unterbrochen. Es wird ein Mikrofon mit längerem Hals besorgt, damit er sich nicht so weit vorbeugen muss.

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