MITTE. Die Marschallbrücke ist nach mehrjährigen Bauarbeiten am Mittwoch wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die 60 Meter lange und knapp 20 Meter breite Brücke überspannt die Spree und verbindet die Wilhelm- mit der Luisenstraße. Die Senatsverkehrsverwaltung hat die Kosten für die Erneuerung der Brücke, die im März 1997 begonnen hat, mit rund 13 Millionen Mark beziffert. Bis zum kommenden Jahr steht je Fahrtrichtung allerdings nur eine Fahrspur zur Verfügung. Grund sind die Baustelleneinrichtungen für die neuen Dorotheenblöcke, die Teile der Straße blockieren. Einige Abschnitte der 117 Jahre alten Marschallbrücke, die abgetragen wurden, werden den Grundstock für eine neue Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal in Kreuzberg bilden. Der Neubau der Marschallbrücke war nötig, damit im Regierungsviertel künftig auch bis zu 30 Tonnen schwere Lastkraftwagen die Spree überqueren können. An der Brücke hängt auch eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Märzrevolution von 1848. (ua.)