Die Wut, die Gerhard Schröder derzeit entgegenschlägt, ist verständlich. Schließlich herrscht Krieg, Russlands Vernichtungskrieg gegen die Ukraine. Da liegen die Nerven blank, vor allem in Deutschland, dem Land der Ohnmächtigen, Zögerlichen und Selbstgerechten, die mit dem Grauen vor ihrer Haustür am liebsten nichts zu tun hätten. Jedenfalls nicht allzu viel. Und so bietet sich Schröder an – als willkommene Ausflucht, es auch weiterhin so halten. Keine Frage, der Mann hat allen Ärger verdient, schließlich log er uns über Wladimir Putin bereits als Bundeskanzler die Hucke voll, indem er ihn als „lupenreinen Demokraten“ lobpreiste, und ist dem russischen Präsidenten und Männerfreund bis heute als Gas-Lobbyist gefällig. Das ergibt eine lückenlose Sünderkartei von über 20 Jahren, Schröders Kanzlerschaft ging von 1998 bis 2005, Putin herrscht seit 2000.

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