Was war das früher für ein draufgängerisches, unreflektiertes und, wie man von heute aus sagen muss, auch rücksichtsloses Verhalten! Kaum dass es wärmer wurde, zog man das T-Shirt über den (unbehelmten) Kopf und radelte mit freiem Oberkörper weiter. Der Fahrtwind leckte an der Haut und ließ den Schweiß verdunsten, bevor er aus den Poren trat. Die Sonne färbte den Brust- und Nackenhaarflaum weißblond und knusperte am nackten Rücken, bis er erst errötete, sich dann pellte und dann braun wurde. Sich die Sonne auf den Pelz scheinen, den Wind durch die Rippen blasen lassen – so warf man sich in die Arme der Welt und des Lebens. Wenn man keine Brüste hatte.

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