Die traurige Wahrheit über den Krieg in der Ukraine ist, dass, wenn Russland innerhalb weniger Tage das Land überrannt und unterworfen hätte, der Westen sich nach einigen diplomatischen Protestnoten schnell wieder abgewendet hätte und seinen doch viel dringlicheren Tagesgeschäften nachgegangen wäre. Protest heißt: Krokodilstränen um der eigenen Glaubwürdigkeit willen. Vielleicht noch ein paar Sanktiönchen, so wie auch 2014 nach der völkerrechtswidrigen Besetzung der Krim. Mehr dann aber auch nicht. Aber dann haben uns die Ukrainer mit ihrem inzwischen zehn Wochen währenden Widerstand gegen die russische Übermacht doch gezwungen, uns eingehender mit Wladimir Putin und seiner nun auch schon zwei Jahrzehnte dauernden, weit über Russland hinausgehenden Gewaltherrschaft zu beschäftigen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.