Das Unbehagen an den politischen Debatten der Gegenwart rührt aus der Unerbittlichkeit, mit der die jeweiligen Sprecherpositionen vorgetragen werden. Natürlich ging es in leidenschaftlichen Auseinandersetzungen um richtig oder falsch noch nie um die Schönheit des Arguments und den Wohlklang des Widerspruchs. Wie eindimensional viele Beiträge zum Krieg in der Ukraine – sei es von namhaften Blättern gedruckt oder von der Laune des Augenblicks getrieben in die Welt der sozialen Medien gepostet – auf Aussagen wie „hätte man wissen können“ oder „habe ich immer schon gesagt“ zulaufen, enttäuscht das Bedürfnis nach Perspektivwechsel und Horizonterweiterung leider allzu oft.

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