Liegt plötzlich mehr Müll auf den Straßen, oder trifft die übliche Mischung an Schrottfahrrädern, durchgelegenen Matratzen und achtlos zurückgelassenen Farbeimern nur häufiger den eigenen Blick? Eine Frage, die in Zeiten geschlossener Schwimmbäder, verwaister Fitnessstudios und Restaurants, die auf ihren Speisekarten nur noch Take-Away-Menüs anbieten, häufiger gestellt wird.

Wer sich nicht gerade auf der Arbeit oder in den eigenen vier Wänden aufhält, wird im zweiten Lockdown wieder vorwiegend im eigenen Kiez unterwegs sein und registriert die Müllberge auf Jogging-Runden, Spaziergängen und Einkaufstouren intensiver. Was bei vielen Berlinern noch nicht angekommen ist: Der nächste Bauschuttberg, der in der grünen Ecke des Kinderspielplatzes über Nacht aus dem Boden gewachsen ist, muss nicht als kostenlose Dreingabe zum ansonsten durchaus angenehmen Großstadtleben ertragen werden. Wer während seines Kiezspaziergangs ohnehin sein Smartphone in der Hand hat, kann im Vorübergehen daran mitwirken, dass die Müllablagerungen genau so schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind.

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