Berlin - Für die Entwicklung neuer Produkte und Werbekampagnen werden klassischerweise Umfragen und Interviews genutzt. So wollen Firmen sicherstellen, auf die aktuellen Bedürfnisse potenzieller Kunden einzugehen - doch das hat einen Haken. Stellen Sie sich vor, Sie nehmen an einer Umfrage über eine neue Chipssorte eines bekannten Lebensmittelkonzerns teil. Sie werden zu ihrem allgemeinen Chipskonsum befragt, welche Marken und Sorten Sie üblicherweise kaufen oder wie ansprechend Sie die neue Sorte finden. Selbst wenn Sie glauben, die Fragen nach bestem Gewissen zu beantworten, bilden Ihre Antworten oft nicht die Realität ab.

Mit großer Wahrscheinlichkeit fallen Ihre Antworten anders aus, je nachdem, wer die Fragen stellt, wie diese formuliert sind oder ob Sie einer gewissen Erwartung nachkommen sollen. Offen zu sagen, dass die Chips überhaupt nicht schmecken, fällt schließlich nicht jedem leicht. So kommt es zu einer sogenannten Antwortverzerrung, für die es laut Sozialpsychologen verschiedenste Ursachen geben kann.

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