Berlin - Das Bild des Mexican Sniper wird im Börsenumfeld für Voraussagepropheten verwendet, die den Erfolg ihrer Prognosen erst im Nachgang herstellen: Der mexikanische Scharfschütze feuert sein Magazin auf eine Wand ab, um anschließend die Zielscheibe darum zu zeichnen. Dieses Bild passt für mich als Vergleich zu den Entscheidungen und Handlungen nicht nur der deutschen politischen Entscheider und ihrer Zuarbeiter in der aktuellen Pandemie.

Bei jedem epidemischen Ausbruch, der immer ein komplexes dynamisches Geschehen darstellt, sind viele, zum Teil unbekannte und sich ständig ändernde Variablen beteiligt. Das macht Entscheidungen mit daraus abzuleitenden Handlungen oft sehr schwierig. Daraus folgt die Notwendigkeit einer permanenten Überprüfung (Monitoring). Dafür sind geeignete fachliche Qualifikationen erforderlich. Diese Qualifikationen sind eher bei Personen zu finden, die bereits in komplexen Umgebungen tätig sind bzw. waren und die darüber hinaus in der Lage sind, Ansichten von Experten und Fachleuten aus den unterschiedlichsten Disziplinen zu moderieren und zu integrieren. Sehr wichtig hierfür sind fundierte Kenntnisse und Erfahrungen im Risikomanagement und die Bereitschaft, Fehler zu erkennen und daraus entsprechende Schlussfolgerungen für weitere Handlungen zu ziehen.

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