BerlinZu Beginn des Jahres wusste ich ganz genau, wohin mich mein Leben in den nächsten Jahren führen sollte. Im Sommer würde ich meine Ausbildung beenden, kurz darauf eine Vollzeitstelle antreten und Geld ansparen, um reisen zu können und die Welt zu entdecken. Ich will Sie nicht spoilern, aber daraus wurde nichts.

Mein einziges Erfolgserlebnis war mein Abschluss als Veranstaltungstechnikerin, nur leider war die Freude sogleich verflogen, da die folgende Arbeitslosigkeit noch lange bleiben würde. Ich bewarb mich um jede Stelle, die ich fand, was nicht einmal eine Handvoll war. Ähnlich ging es vielen Kollegen und Freunden, die ihren Job verloren hatten und nun nicht wussten, was sie tun sollten. Für jemanden, der seinen Job liebt und Zeit in die Ausbildung investiert hat, ist der erneute Lockdown ein wortwörtlicher Schlag ins Gesicht. Im März bereiteten meine Kollegen und ich noch eine Premiere vor und ich lernte für meine Abschlussprüfung, und plötzlich steht man auf einer leeren Bühne und mit jeder Woche, die vergeht, bröckelt der Boden unter den Füßen ein Stückchen mehr weg.

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