Geteilte Arbeit unter geteilter Leitung: Es geht, wenn man will. Chirurg und Chirurgin im Operationssaal aus Sicht des Patienten.
Foto: Imago Images

Berlin - Die Aufmerksamkeit möglichst vieler Menschen ist ein flüchtiges Gut auf dem Marktplatz für politischen Einfluss. Nur wenigen Anliegen gelingt ein schneller Erfolg, andere scheinen dagegen in einer Wiedervorlageschleife festzustecken. Das Thema Frauen in Führungspositionen ist ein solcher Hamsterrad-Klassiker. Seit Jahren wird eine ausgewogene Repräsentation von Frauen in den Vorstandsetagen gefordert. Geschehen ist bislang wenig. Männer haben nach wie vor das Sagen und sorgen ganz unverbrämt dafür, dass es so bleibt. 

Selbst in Staatsunternehmen wie der Deutschen Bahn durften es sich kürzlich Vorstände erlauben, sich öffentlich gegen eine verordnete Förderung von Frauen auszusprechen. Konsequenzen hatte dies keine, die Empörung währte nur kurz. Über die Eignung von Frauen für Führungsaufgaben gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Frauen sind genauso gut ausgebildet und genauso leistungsfähig wie Männer. Mehr noch – aus der Forschung weiß man, dass gemischte Teams wesentlich effizienter und effektiver arbeiten. Das Fehlen von Frauen in Vorständen ist also auch ökonomisch unsinnig, ja sogar fahrlässig.

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