Berlin - Von Jorge Luis Borges, dem argentinischen Schriftsteller, stammt die eindrückliche Erzählung „Del rigor en la ciencia“. Darin arbeiten einige Kartografen eines fiktiven Staates so obsessiv, bis sie „eine Karte des Reiches erstellt hatten, die die Größe des Reichs besaß und sich mit ihm in jedem Punkt deckte“. Wie viel Orientierung aber bietet eine Karte im Maßstab 1:1? Da sie die Welt lediglich doppelt, sagt sie nichts über das Befinden des Menschen im Raum. Und eben dieses Befinden ist alles andere als banal und irrelevant. Schließlich konsolidiert sich jede Gruppe durch die Schaffung von Orten, die nicht nur Schauplätze ihres Handelns abgeben, sondern Anhaltspunkte ihrer Erinnerung sind – und Symbole ihrer Identität.

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