Das nötige Wissen zum Handeln ist längst vorhanden. Wir kennen die Problemlagen: Der Ausstoß an Treibhausgasen nimmt weiter zu, ebenso schreiten der Artenschwund, die Versiegelung der Landschaft, die Bodenerosion, der Anstieg des Meeresspiegels oder die Verschmutzung der Ozeane mit Plastikmüll ungebrochen voran. Die vielfältigen Konsequenzen dieser Trends für das Überleben der Menschen auf unserem Planeten sind wissenschaftlich hinlänglich untersucht worden und schon überall zu beobachten: Busch- und Waldbrände treten häufiger auf, ebenso extreme Wetterereignisse. Die Zoonose – die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen und umgekehrt – stößt auf immer günstigere Bedingungen.

Mit der Corona-Pandemie hat dies zu einer menschlichen Katastrophe globalen Ausmaßes geführt. Sie ist zugleich eine Warnung für heutige und zukünftige Generationen. Wenn aber die Erkenntnis, dass die Erde extremes Fieber hat und die menschliche Existenz bedroht ist, so erschütternd wie offensichtlich ist, warum haben wir dann nicht längst damit begonnen, etwas gegen die Weltzerstörung zu unternehmen? Warum hört die Menschheit nicht auf die Ratschläge von Wissenschaftler*innen und ändert ihr Verhalten? Warum haben erst Schüler*innen, viele von ihnen unter 18, ihrer Empörung freien Lauf lassen müssen, damit ein Ruck durch die Gesellschaft geht? Von den Zentren der Wissensproduktion, den Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen ist diese Initialzündung jedenfalls nicht ausgegangen. 

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