BerlinWissen wir eigentlich, warum die DDR den grünen Pfeil erfand? War das eine Lockerungsübung, Teil eines politischen „Tauwetters“? Schön wär‘s. Das Gegenteil ist richtig: Der grüne Pfeil bedeutete eine Einschränkung. Denn bei Rot rechts abbiegen durfte man in der DDR schon immer. Genau wie in den USA, ausgerechnet! Die entsprechende Vorschrift lautete: „Es kann nach rechts eingebogen werden, wenn dadurch der Verkehr in der freigegebenen Verkehrsrichtung nicht gefährdet oder behindert wird; dem Fußgängerverkehr ist der Vorrang zu geben.“

So stand es in Paragraph 2, Artikel 4C der Straßenverkehrsordnung (StVO) vom 30. Januar 1964, auch in der geänderten Fassung von 1971. Dabei hatte diese Straßenverkehrsordnung noch primär von der Verkehrsregelung durch Zeichengebung gehandelt und die Ampelfarben nur als Alternative erwähnt. Zunächst wurde geregelt, was es bedeutet, wenn der Verkehrsposten eine Grundstellung quer zur Verkehrsrichtung einnimmt oder das Farbzeichen Rot (Halt!) gegeben wird. Das aber nur nebenbei.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.