Gegen Opferkonkurrenz: Es gibt auch in Deutschland kein isoliertes Gedenken

Der amerikanische Holocaustforscher Michael Rothberg fordert, die Vielfalt der Erinnerungen anzuerkennen. Ein Essay auf der Grundlage seines neuen Buches.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin.
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin.dpa/Christoph Soeder

Berlin-Die deutsche Gedenkkultur steht am Scheideweg. Der späte Konsens über die Singularität des Holocaust und dessen zentrale Bedeutung für die deutsche Nationalidentität ist im 21. Jahrhundert durch eine Reihe sozialer und kultureller Veränderungen erschüttert worden. Mehr als 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz und der Niederlage des Nationalsozialismus ist die Generation der Zeitzeugen bedrückend klein geworden – eine unvermeidbare Entwicklung, die zwar bereits seit Jahrzehnten diskutiert wird, aber mit jedem Tag aktueller wird. 

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