Berlin, Andreasplatz. Ein heute verschwundener Ort, der sich damals im östlichen Teil der Stadt in unmittelbarer Nähe des Schlesischen Bahnhofs befand, der 1950 in Ostbahnhof umbenannt werden sollte. Der Schriftsteller Leo Heller beschrieb ihn in den 1920er-Jahren in seinem gleichnamigen Artikel als „ein Platz wie viele andere in Berlin-N[ord] oder Berlin-O[st]“. Heller sah damals unter anderem „zwei Pavillons, eine Zigarettenbude und ein Kiosk, den der ‚Gemeinnützige Verein für Milchausschank‘“ unterhielt.

Der Platz mit den kargen Mietskasernen ringsherum hatte wenig zu bieten. Wer dort wohnte, blieb meist sein ärmliches Leben lang. Die Gegend produzierte fatalistische Lebensläufe, aber auch einen der brutalsten Serienmörder der deutschen Geschichte. Heller hatte deshalb den Andreasplatz nicht ohne Grund besucht, ihn interessierte die Atmosphäre des Ortes, wo Karl Großmann einst auch auf Opfer gelauert hatte.

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