Ich habe unruhig geschlafen in der Nacht zum 9. April 2021. Meine Impfung im Velodrom stand bevor. Bitte die ausgefüllten Unterlagen, Ausweis und wenn vorhanden den Impfausweis mitbringen. Hatte ich alles, außer dem Impfausweis. Man könne mit dem Taxi oder einem Shuttlebus der BVG ins Velodrom kommen. Ich fuhr mit dem Fahrrad.

Obwohl ich auffällige Hinweise auf das Impfzentrum vermutete, aber keine fand, stieg ich unsicher auf Eisentreppen hinunter in die Katakomben des Velodroms. In der ersten Etage standen einige Menschen in farbigen Westen herum, nicht erkennbar, was sie dort zu tun hätten, als Bescheid zu sagen, dass man noch eine Etage tiefer müsse. An den Pfeilen, die auf dem Zementboden in eine Richtung verliefen, konnte ich mich orientieren, brauchte ich aber nicht. Eine Art Verkehrspolizist mit roter Weste begann die Choreografie der Richtungsweisung. Dann ein kurzer Stopp an einer Barriere. Eine junge Frau links prüfte meine Temperatur an meinem Puls, während rechts eine andere Frau meinen Impfcode kontrollierte. Dann wurde ich von weiteren Personen in roten oder gelbgrünen Westen alle zwei Meter zu anderen Personen in roten oder gelbgrünen Westen geleitetet, auf den Pfeilen entlang, einen langen Gang hinunter.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.