Ich sitze 11.000 Kilometer entfernt in Hongkong, denke an #allesdichtmachen und frage mich, warum es mich so wurmt. Hier gelten die Maßnahmen der Bundesregierung nicht, hier gelten die des Hong Kong Government, einer Regierung, deren selbständige Entscheidungsmacht man mit guten Gründen infrage stellen kann.

Dennoch wird hier wenig, fast gar nicht über den Sinn oder Unsinn bestimmter Maßnahmen diskutiert, nicht etwa, weil es keinen Anlass gäbe, sich zu fragen, ob es wirklich sinnvoll war, im Sommer alle öffentlichen Strände zu schließen, sodass die Menschen sich an den wenigen wilden Badestellen umso dichter drängten, und auch nicht, weil die Menschen hier nicht die Schnauze voll hätten, immer und überall eine Maske zu tragen, und das bereits zu einer Zeit, als man in Europa noch glaubte, man bleibe von diesem fernöstlichen Virus verschont, und auch nicht, weil Eltern sich hier keine Sorgen machen, dass sie die Wochen, an denen ihre Kinder im vergangenen Jahr in die Schule gehen durften, an einer Hand abzählen können (Ich könnte fortfahren).

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