Alle, die es erlebt haben, erinnern sich, dass im Herbst 1989 die DDR-Welt aus den Fugen geriet. Kulminationspunkt war die Maueröffnung am 9. November. Der Massenexodus der Unzufriedenen, der Freiheits- und Glückssuchenden riss schon seit dem Sommer des Jahres nicht ab. Bei den nun offenen Grenzen verbrachten etliche der ehemals Eingemauerten ihre Tage in West-Berlin. Eine Folge dessen war ein teilweise gravierender Personalmangel in allen Bereichen, besonders in den Pflegeberufen.

In großer Not fielen alle bürokratischen Hürden, und der Ost-Berliner Magistrat flehte in Zeitungsanzeigen um Hilfe für die personell verwaisten Einrichtungen des staatlichen Gesundheitswesens. Die Hilfsbedürftigen, Alten, Kranken und Dementen waren in unverminderter Zahl da, bei denen gab es keinen Exodus, dafür intensiven Bedarf an Pflege und Betreuung. Die Inserate richteten sich an alle, die helfen wollten, Vorkenntnisse waren erwünscht, aber nicht Bedingung, auch eine geringe Bezahlung wurde in Aussicht gestellt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.