„Mich kotzt so an, dass du Kinder hast!“ Dieser Satz ist ganz schön frech, wäre aber wenigstens ehrlich gewesen und hätte ein Gespräch über Ängste, Herausforderungen und Möglichkeiten in einem Arbeitsverhältnis begründen können. Es gab aber kein Gespräch, es gab einen Dreizeiler auf Geschäftspapier im Besprechungsraum mit ganz lieben Grüßen vom Chef, denn der ließ sich entschuldigen und die Kündigung durch einen Mitarbeiter überreichen – eine zauberhafte Willkommensgeste am ersten Tag nach der Elternzeit.

Den Mitarbeiter, der die Ehre hatte, mir die Nachricht von der Entlassung zu überbringen, hatte ich selbst zwei Jahre zuvor eingestellt. Eigentlich genau mein Humor, wenn's nicht so eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und das Grande Finale einer langen Reihe von offen diskriminierenden Vorfällen wäre. Dabei fing alles so glamourös an.

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