Berlin - 1,48 Milliarden Euro Umsatz bescherten die Club-Touristen aus aller Welt Berlin 2019. Laut einer Studie der Berliner Club-Kommission besuchten in dem Jahr 3,5 Millionen die mehr als 200 Clubs zwischen Friedrichshain, Kreuzberg, Schöneberg und Mitte, fast genauso viele wie im Jahr zuvor. Somit kam ein Viertel aller Gäste, um in der Hauptstadt Nächte durchzufeiern. Im Durchschnitt blieben sie 2,4 Tage und gaben täglich 205 Euro aus. „Berliner Clubkultur ist weltweit bekannt“, lobt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, „und ein Markenzeichen unserer Stadt“. Im März 2020 war dann Schluss.

Seit der ersten Welle der Corona-Pandemie sind sämtliche Clubs geschlossen, 9040 dort Beschäftigte und unzählige Künstler verloren ihre Arbeit, ihre Existenz. Null Einnahmen für Berlin. „Die Schließung des Clubs, das Verbot sämtlicher Partys, und das von einem Tag auf den anderen, war zunächst eine Art Abenteuer“, erinnert sich Steffen Krämer, der Night-Manager im Kitkat-Club in der Köpenicker Straße. „Doch bereits am nächsten Morgen schlug die Realität brutal zu und ich lebe seitdem das Leben eines anderen.“

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