Seit zehn Jahren bringen Ende November Frauen und ihre Partner*innen Rosen an den Geburtsort ihres Kindes, um ihre Würde zurückzuerobern. Roses Revolutions Day heißt dieser Tag. Die Frauen quälen sich mit schlimmen Erinnerungen und haben posttraumatische Symptome, die denen nach einem Autounfall ähnlich sind. Sie haben während oder nach der Geburt ihres Kindes etwas erlebt, dem sie hilflos ausgeliefert waren und das sie als Gewalt empfunden haben: Ärzte und Geburtshelfer, die sich nicht mal vorstellen, ehe sie den Muttermund abtasten, die ohne Vorwarnung die Fruchtblase vom Gebärmutterhals lösen, um die Geburt einzuleiten, oder den Kristeller-Handgriff durchführen, also mit Wucht auf den Bauch der Frau drücken, um das Kind auszutreiben.

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