Die Initiative GG 5.3 Weltoffenheit der Kultur-Institutionen ist mehr als notwendig. Ich hoffe, die Kolleg*innen werden sich von den maßlosen und unsachlichen Anwürfen nicht einschüchtern lassen. Es ist verstörend, wie die Bitte um einen erweiterten Raum der Diskussion reflexhaft bösartig umformuliert wird.

In diesem Zusammenhang wird behauptet, die „Debatte“ um Achille Mbembe sei fair verlaufen, niemand sei beschädigt und nichts verboten worden. Dem möchte ich widersprechen: Achille Mbembe, den ich als Intendantin der Ruhrtriennale eingeladen hatte, im Programm 2020 einen Vortrag zu halten und dem durch die Intervention eines FDP-Landtagsabgeordneten Antisemitismus unterstellt wurde, ist so sehr verletzt und beschädigt worden, dass er entschieden hat, nicht mehr nach Deutschland zu kommen. Den 800 afrikanischen Intellektuellen, Politiker*innen und Künstler*innen, die eine Entschuldigung der Bundesregierung bei Achille Mbembe verlangt haben, wurde nie geantwortet. Die sogenannte Debatte war eine Diffamierungskampagne, die später dank mutiger und kluger israelischer und internationaler jüdischer Akademiker*innen und Intellektueller zu einer wichtigen Debatte gemacht wurde.

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