Ob Jüngere oder Ältere – wir alle spüren die quälende Differenz zwischen den existenziellen Gefahren (die mit Klimawandel, atomarer Hochrüstung und elektronisch gestützter Kriegsführung, sozialer Spaltung, Armut und Autoritarismus heraufziehen) und der Schwäche der demokratischen Kräfte, die bisher außerstande sind, einen Richtungswechsel der Politik herbeizuführen.

Wir Älteren waren am Entstehen einer Vielzahl von Konzepten, Programmen und Manifesten beteiligt, die auf eine bessere Welt zielten. Wir hatten Teil an Fortschritten und haben bittere Niederlagen erlebt. Die Fortschritte sind bisher eingefangen in Zivilisationskrisen voller Gefahren für die Menschheit und die Natur. Die Chancen nach Ende des Kalten Krieges vor 30 Jahren für die dauerhafte Lösung der sozialen, ökologischen und Friedensfragen wurden weitgehend vertan. Deshalb werden die erreichten Fortschritte gegenwärtig durch Rückschritte völlig infrage gestellt. Die Klimabewegung, und nicht nur sie, proklamiert offen den Systemwechsel. Offen ist nicht so sehr, welchen Maßstäben eine solidarische Welt genügen und welche Grundzüge sie haben müsste. Offen ist, wie ein Aufbruch in eine zukunftsfähige Gesellschaft beginnen und gelingen könnte. Es geht um Einstiege in den Umstieg.

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