Üben, üben und nochmals üben heißt es, wenn die ersten Buchstaben schwerfallen, wenn eine Turnübung immer wieder misslingt oder wenn das neue Musikstück nicht flüssig klingen will. Dabei ist beiden Beteiligten, dem Ratgeber und dem verzagten Empfänger, klar: Üben ist zwar notwendig, aber nicht gerade der denkbar größte Spaß. Selten stellt sich der Erfolg sprunghaft ein, meistens langsam und Schritt für Schritt. Übende brauchen Geduld, Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz.

Nicht ohne Grund zeigen Referendare deshalb in den gefürchteten Unterrichtsbesuchen ihrer Seminarleiter:innen nie Übungsstunden. Sie glänzen lieber mit spannenden Einführungen in ein neues Thema oder methodisch ausgeklügelten Stunden, in denen spielerisch Erkenntnisse gewonnen und am Ende klare Ergebnisse festgehalten werden können, mit sichtbarem Lernfortschritt also und vor allem mit Lernfreude. Übungsstunden, in denen die Lernenden Bekanntes festigen und am Ende eine vorhandene Fertigkeit noch etwas besser, schneller oder akkurater anwenden, sind zwar notwendig, machen aber wenig Spaß und wenig her.

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