Würden Sie einer fremden Person vorübergehend Ihr Heim überlassen? Also den Ort, an den Sie sich zurückziehen, wenn das Getöse der Welt zu viel wird; den Ort, an dem Sie nichts darstellen, keine Stärken performen sondern ganz Sie selbst sein dürfen? Und wenn die Antwort nein lautet: Warum eigentlich nicht?

Sibylle Herfurth (Name geändert) macht gerade genau das, und ich bin die Fremde. Die Charlottenburgerin flötet mir eine Begrüßung entgegen, als ich die Stufen zu ihrer Wohnung hochsteige, wie ich wohnt sie im Hinterhaus, erster Stock. Damit haben wir schon mal etwas gemeinsam, denke ich, wie um mir Mut zu machen. Denn für das Unterfangen, das mich erwartet, fehlen mir jegliche Erfahrungswerte. Herfurth, die anonym bleiben möchte, wird mir gleich ihre Wohnung überlassen. Und ich werde zimmerreisen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.