Als Kunstlehrer eines Gymnasiums und Vater eines Erstklässlers und einer Fünfjährigen bin ich oft überfordert. Doch ich habe auch Hoffnung, dass wir unser Schulwesen endlich verwandeln können. Ich teile hier einige generelle Erkenntnisse, die mir durch die Pandemie noch deutlicher wurden: Wir brauchen Homeschooling-Tutoren!

Mir gelingt es nicht, die Bedürfnisse der Schülerinnen mit ihren verschiedenen Lernniveaus, Motivationen und technischen und familiären Voraussetzungen zu Hause in didaktische Gruppen einzuteilen. Es ergibt keinen Sinn, ein digitales Zwangsmeeting für alle Siebtklässlerinnen anzuordnen, wenn einige von ihnen kein Internet haben. Besser wäre, ein Online-Meeting zu veranstalten für alle, die das gut können. Und zwar klassenübergreifend. Oder gar schul-, und warum nicht auch länderübergreifend? Einmal die Woche ein offenes Algebra-Zoom-Workout. Dann könnten die „Digital Natives“ ihr Wissen analog an die nichtdigitalen Kids vermitteln. Wie Paten. Per Telefon, per Post, per Nachbarschaft. Ich habe nun angefangen, meinen Unterricht in YouTube-Tutorials online zu stellen. Offen zugänglich für alle.

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