Virtual-Reality-Installationen anstelle von Reportagen oder Dokumentationen: Diesen Trend gibt es seit einigen Jahren. Bereits 2017 hatte der mexikanische Filmemacher Alejandro Iñárritu („Birdman“, „The Revenant“) das Publikum in Cannes mit seiner virtuellen 360-Grad-Installation Carne y Arena berührt, einem Stück über das Schicksal mexikanischer Geflüchteter. Anlässlich der Berlinale 2018 und später im Jüdischen Museum zeigte der Berliner Filmemacher Dani Levy seine VR-360-Kurzfilme Faith, Love, Hope, Fear und ließ in ihnen den schwierigen Alltag im geteilten Jerusalem lebendig werden.

Auch die beiden Filmemacher Gayatri Parameswaran und Felix Gaedtke nutzen VR-Technologie für das dokumentarische Erzählen. Die 34-jährige Gayatri Parameswaran ist in Indien geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Sie beschäftigt sich in ihrer journalistischen und filmemacherischen Arbeit seit längerem mit immersiven Technologien und geht dorthin, wo es weh tut – thematisch und geografisch. Themen wie Krieg im Irak, Gewalt in der Partnerschaft oder Abtreibung übersetzt sie in immersive Stücke, die den Betrachter emotional fordern. Ihre Ausbildung hat sie unter anderem im New Frontier Lab des von Robert Redford gegründeten Sundance-Instituts in Utah absolviert.

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