Wenn ich mit Freunden oder Bekannten über Geschlechter diskutiere, dann vertrete ich die – für viele sehr gewagte – These, dass sich die Geschlechter körperlich so gut wie gar nicht voneinander unterscheiden. Eigentlich bekomme ich immer Widerstand. Oft ist es vielen zu blöd, überhaupt darüber zu sprechen, weil die Unterschiede so offensichtlich und nicht von der Hand zu weisen seien. Nun, da bin ich anderer Meinung.

Dass Frauen beispielsweise weniger Muskeln hätten, wird gerne eingewendet. Das kann man so pauschal aber nicht sagen, da es durchaus Frauen gibt, die mehr Muskeln als Männer aufweisen. Ausnahmefälle, könnte man entgegnen. Aber sind das wirklich Ausnahmefälle? Wenn eine Frau so viel weniger Muskeln hat, wie konnte sie dann über Jahrhunderte hinweg in Europa in Bergwerken arbeiten und damit eine der schwersten körperlichen Tätigkeiten verrichtet? Nicht zu vergessen die Hausarbeit, die vor 100 Jahren noch Schwerstarbeit war. Ohne Waschmaschine, Geschirrspüler oder Staubsauger war die tägliche Arbeit für die Frauen nicht weniger anstrengend als etwa die eines Tischlers. Und dort, wo es kein fließendes Wasser gab (oder noch immer nicht gibt) musste (bzw. muss) die Frau zusätzlich lange Wege mit schweren Wasserkübeln bis zum nächsten Brunnen bewältigen. Sind das Zeichen mangelnder Muskelkraft?

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.