Ein imposanter Prachtbau mit vier Minaretten steht an der Wiener Straße in Kreuzberg. An jener Ecke, wo am 1. Mai 1987 Autonome einen Bolle-Markt anzündeten, der darauf niederbrannte, wächst das siebenstöckige helle Haus mit den geschwungenen Fenstern. Eigentlich sollte das Maschari-Zentrum längst eröffnet sein. Aber der Bauherr, der Islamische Verein für wohltätige Zwecke, baut vorwiegend mit Spenden. Und das dauert eben etwas länger. Vielleicht ist es 2008 so weit. Das Haus soll übrigens nicht nur eine Moschee sein: Neben Gebets- und Veranstaltungsräumen gibt es dort auch Läden, Cafés und einen Frisör. Türkische Jugendliche sollen dort neben dem Koran auch die deutsche Sprache studieren. Offen wolle man sein für alle Menschen, heißt es beim Verein. Das repräsentiere schon die Eingangstür - extra hoch sei diese und immer geöffnet.------------------------------Foto