Nach den schweren Vorwürfen, die die Irin Shelby Lynn in der vergangenen Woche gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann erhoben hat, meldet sich nun auch Schauspielerin Nora Tschirner zu Wort.
In einer Instagram-Story richtet sich die 41-Jährige an Sophia Thomalla, die ihren Ex-Partner Lindemann zuvor gegen die Vorwürfe verteidigt hatte.
Thomalla hatte gegenüber der Bild-Zeitung erklärt, den Vorfall, den Shelby Lynn schilderte, habe es nie gegeben. Die Vorwürfe seien „frei erfunden von einer Person, die sich auf dem Rücken eines Rockstars für fünf Minuten Ruhm verschaffen möchte“. Ihren 60-jährigen Ex beschrieb Thomalla als einen Mann, „der Frauen beschützt“.
— Sophia Thomalla (@ThomallaSophia) May 30, 2023
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Auf Twitter teilte Thomalla zudem einen Artikel des Focus, der titelte, Shelby Lynn sei nach den Vorwürfen gegen Lindemann „zurückgerudert“. Darauf bezieht sich Tschirner in ihrem Text und schreibt: „Nein, das tut sie nachweislich nicht. Sie stellt wiederholt klar, was sie von Anfang an bereits geschrieben hat. Das ist sehr leicht recherchierbar.“
Weiter schreibt die Schauspielerin: „Das Darstellen Geschädigter als aufmerksamkeitsheischende, sich widersprechende und mental instabile Ruhmjäger-Charaktere ist eine uralte, glasklare Gaslighting-Methode – mittlerweile zum Glück durch wachsende Aufklärung, Transparenz und Vernetzung Geschädigter für informierte Menschen leicht erkennbar – und damit eine heftige Form psychischer Gewalt, die zur Retraumatisierung und Einschüchterung von weiteren Geschädigten beiträgt.“ Tschirner schließt mit der Bitte, sich nicht daran zu beteiligen.
Nora Tschirner hatte sich bereits in der Causa Til Schweiger zu Wort gemeldet
Shelby Lynn wirft Lindemann vor, sie und andere Fans während eines Konzerts der Band in der vergangenen Woche unter Drogen gesetzt zu haben. Die 24-Jährige veröffentlichte in den sozialen Medien Fotos von Verletzungen und Chatverläufe mit anderen angeblichen Opfern.
I’d like to clarify again. Till did NOT touch me. He accepted I did not want to have sex with him. I never claimed he raped me. Please read the entire Twitter thread for full context before making reports. #rammstein
— Shelby Lynn (@Shelbys69666) May 29, 2023
In der Nacht zu Montag reagierte die Band auf die Anschuldigungen, nachdem sich diese via Twitter und Instagram rasant verbreitet hatten. „Zu den im Netz kursierenden Vorwürfen zu Vilnius können wir ausschließen, dass sich was behauptet wird, in unserem Umfeld zugetragen hat. Uns sind keine behördlichen Ermittlungen dazu bekannt“, heißt es in einem Statement auf Rammsteins offiziellem Twitter-Account.
Nora Tschirner hatte sich bereits vor einigen Wochen in der Causa Til Schweiger zu Wort gemeldet, nachdem mehrere Mitarbeiter gegenüber dem Spiegel von mutmaßlicher Schikane und Gewalt beim Filmdreh zu „Manta Manta – Zwoter Teil“ berichtet hatten.
Kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe sagte Tschirner, die mit Schweiger gemeinsam Filme gedreht hatte, in einem Instagram-Video, es sei in der Filmbranche seit Jahrzehnten für jeden ein „offenes Geheimnis, dass diese Zustände herrschen“. Sie machte den Verantwortlichen Vorwürfe: „Wenn man so etwas hört und noch nicht einmal sagt, wir gehen der Sache mal auf den Grund, sondern sagt, nee nee, ist alles cool, und damit auch den Mut ignoriert der Leute, die sich das eigentlich in den Positionen überhaupt nicht leisten können – das ist echt höhnisch. Und da mache ich nicht mehr mit.“
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